Mein Engagement besteht aus zwei Parts: Dementia Care Mappings und

Besuche mit

 mit einem Hund Kalli, zu dem es auf Fotoseiten Beiträgen gibt.

Diese Arbeit führe ich unentgeltlich in verschiedenen Altenheimen und Kliniken durch, wo Menschen mit Demenz betreut, behandelt werden.

1       Grundgedanke von DCM Dementia Care Mapping Verfahren

DCM muss sensibel angewandt werden und darf die Kernthematik nicht aus den Augen verlieren: Man sollte andere so behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte. Im Mittelpunkt des DCM Verfahrens steht der Mensch, der an Demenz erkrankt ist. Durch ein aufmerksames, interessiertes und respektvolles Beobachten, kann sich der Beobachter in den Menschen mit Demenz einfühlen. Die zentrale Frage beim Beobachten lautet: Wie erleben die Personen die Situation? Durch die Anwendung des DCM Verfahrens soll die Qualität der Pflege und Betreuung aus dem Blickwinkel der Menschen mit Demenz ermittelt werden.

 

2       Vorgehensweise der DCM Methode

Die DCM Methode kann als eine Form der teilnehmenden Beobachtung beschrieben werden, bei der die Lebenssituationen von Menschen mit Demenz, mittels eines Kodierungssystems, abgebildet wird. „Mappen“ heißt abbilden. Durch gezieltes Wahrnehmen und kodiertes Aufschreiben wird eine Art „Landkarte des Befindens“ von Menschen mit Demenz erstellt. Hierzu beobachtet der Mapper die betroffenen Bewohner (3 bis 6 Bewohner) über einen längeren Zeitraum (vier bis sechs Stunden) in öffentlichen Räumen (Gruppenraum, Sitzecken ....) der Einrichtung. Er sitzt unauffällig im Gemeinschaftsraum und hat somit alle Bewohner im Blick. Die Beobachtungen werden in einem speziellen Beobachtungsprotokoll vom Mapper kodiert.

 

Für jeden beobachteten Bewohner wird im Rhythmus von 5 Minuten, aus einer Liste von 24 Verhaltenskategorien (siehe Kapitel 3.1) eine Kategorie herausgesucht, die am ehesten das Verhalten dieses Bewohners in den letzten 5 Minuten kennzeichnet. Ein besonderes Augenmerk erfährt dabei der Aspekt des Wohlbefindens (siehe Kapitel 3.2). Unter den Verhaltenskategorien werden Ziffern vermerkt, die das beobachtete bzw. erspürte relative Wohl- oder Unwohlsein von Bewohnern mit Demenz kennzeichnet. Das Wohlbefinden der Bewohner mit Demenz soll erkannt und dokumentiert werden. Durch die intensiven Beobachtungen besteht die Möglichkeit, ein Verständnis von dem Befinden der Bewohner zu bekommen. Dieses Verständnis kann die Grundlage sein für Maßnahmen, die die Situation der Bewohner verbessert.

 

Darüber hinaus werden mögliche Personale Detraktionen (PD) und Positive Ereignisse (PE) aufgezeichnet, die sich auf das gesamte Umfeld beziehen. Personale Detraktionen sind negative Handlungsweisen der Mitarbeiter, die selten mit Absicht, den betroffenen Bewohner kränken. Diese abwertenden Botschaften, insbesondere auf der nonverbalen Ebene, können die Bewohner mit Demenz sehr wohl verstehen und begreifen. Darum ist es in Ziel des DCM Verfahrens an der Beseitigung der negativen Botschaften zu arbeiten (siehe Kapitel 3.3).

 

Positive Ereignisse betreffen dagegen Situationen, durch die es möglich ist, Bewohner mit Demenz zu stärken. Die betroffenen Bewohner werden in ihren positiven Gefühlen gestärkt oder in ihren Fähigkeiten gefördert und genährt oder in besonders bemerkenswerter Weise unterstützt. Diese positiven Ereignisse während des Mappings werden an das Pflege- und Betreuungsteam zurück gemeldet. Dadurch werden die Kompetenzen des Teams unterstützt (siehe Kapitel 3.4).  

 

Die Ergebnisse der Aufzeichnungen werden in mehreren Schritten zu differenzierten Profilen, Durchschnittswerten und Verlaufsbeobachtungen verarbeitet. In individuellen und gruppenbezogenen Zusammenfassungen werden die qualitativen und quantitativen Daten zusammengebracht und führen zu einem Gesamtbild der betroffenen Bewohner. Mit diesen verarbeiteten Daten kann die Befindlichkeit der betroffenen Bewohner während des Mappings messbar dargestellt werden.

 

Das Pflege- und Betreuungsteam erhält vom Mapper eine Rückmeldung, über die gewonnenen Erkenntnisse und fördert den Prozess der gezielten Handlungsplanung. Die Rückmeldungen erfolgen ausschließlich an die Teams. Zusammen mit dem Team werden mögliche Schritte zur Verbesserung der Situation entwickelt und auf Handlungsplänen dokumentiert. Mögliche Interventionen können sein:

§  Veränderungen in der Pflegeprozessplanung

§  Erstellen von Betreuungsplänen